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Die Crème de la Crème des kreativen Schreibens: Storytelling in der internen Kommunikation

Es war einmal mitten im Winter und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee.

Wer sich jetzt fragt, wie dieser Einstieg mit interner Kommunikation in Einklang zu bringen ist, der sollte gut aufpassen. Denn heute sprechen wir über die Finessen des Textens, das Ass im Ärmel eines jeden Autors, wir sprechen über die Crème de la Crème des kreativen Schreibens: Heute geht es um das Storytelling.

Bevor wir in das Thema aber richtig einsteigen, wollen wir erst einmal klären, was Storytelling überhaupt ist.

Storytelling – was ist das überhaupt?

Storytelling kommt aus dem Englischen und heißt erst einmal nichts anderes als Geschichtenerzählen. Dabei handelt es sich um eine Form der Kommunikation, die seit Jahrhunderten verwendet wird, um Informationen, Ideen und Emotionen zu teilen.

Den meisten von uns ist das Konzept des Storytellings wohl vor allem aus unseren Kindheitstagen in Form von Märchenbüchern bekannt – doch das ist nur eine Facette dieser vielfältigen Methode. Abgesehen davon können Geschichten nämlich in verschiedenen Formen erzählt werden – beispielsweise in mündlichen Erzählungen, Büchern, Filmen, Theaterstücken und Videospielen.

Wir halten also fest: Wenn wir über Storytelling sprechen, dann sprechen wir darüber, Geschichten zu erzählen. Soweit so gut – was genau soll mir das denn nun bringen?

Ăśber die Kunst des Storytellings

Um bei der Märchenassoziation zu bleiben: In jungen Jahren sind Geschichten oft Gutenachtgeschichten, die die Kinder auf den Schlaf vorbereiten. Diese Analogie hat jedoch wenig mit dem Storytelling zu tun, ĂĽber das wir heute sprechen. Denn unser Ziel ist es nicht, die Leserschaft in Tiefschlaf zu versetzen. Nein, wir nutzen das Storytelling, um unsere Texte zu illustrieren, sie spannend zu gestalten und dafĂĽr zu sorgen, dass sie im Gedächtnis bleiben.

Gute Geschichten haben eine enorme emotionale Wirkung auf ihre ZuhörerInnen. Sie können uns zum Lachen, Weinen, Nachdenken und Handeln bewegen. Geschichten können auch dazu dienen, Verbindungen herzustellen und ein Gemeinschaftsgefühl zu erschaffen – genau die Eigenschaften, die wir auch mit unseren Texten erzeugen wollen.

Im Bereich des Schreibens nutzen wir Storytelling, um Informationen und Konzepte in eine fesselnde, narrative Struktur zu integrieren. Durch die Einbindung von Elementen wie Charakteren, Konflikten, Wendepunkten und Auflösungen wird der Text lebendig und ansprechend. Diese Methode verwandelt trockene Fakten in ein emotionales Wirken, das das Interesse der Leserschaft weckt und im Gedächtnis bleibt. So werden die Menschen auf eine Reise mitgenommen, die nicht nur informiert, sondern auch fasziniert.

Und jetzt die Praxis: Wie man einen Beitrag eine Geschichte erzählen lässt

Storytelling bedeutet nicht unbedingt, Märchen zu erzählen – es sei denn, man schreibt Romane. Vielmehr geht es darum, relevante Informationen oder Botschaften in eine narrative Form zu bringen, also zu versuchen, sie in eine erzählerische Struktur zu ĂĽberfĂĽhren.

Beginnen Sie mit einer fesselnden Einleitung, zum Beispiel einem szenischen Einstieg, der die Neugier weckt – ähnlich wie bei unserer Einleitung. Natürlich muss es nicht zwingend der Beginn eines Märchens sein – hier haben Sie die Freiheit, sich an Ihrem spezifischen Inhalt zu orientieren. Überlegen Sie sich eine Situation im Zusammenhang mit Ihrem Thema und steigen Sie von dort aus direkt in die Erzählung ein.

Führen Sie die LeserInnen durch die Handlung, indem Sie relevante Informationen und Details einfügen. Achten Sie darauf, eine klare Struktur zu wahren und ein Problem oder einen Sachverhalt zu präsentieren, den Sie im Höhepunkt Ihres Textes auf irgendeine Art auflösen können. Hier sind vielfältige Herangehensweisen möglich – von Tipps bis hin zu Leitfäden sind keine Grenzen gesetzt.

Besonders wichtig ist, dass Sie bildhafte Sprache verwenden. Nutzen Sie eine Vielzahl von Stilmitteln wie Metaphern, Vergleichen oder Personifikationen, um Ihren Text lebendig zu gestalten.

Um all das noch etwas klarer zu machen, schauen wir uns im nächsten Schritt ein Beispiel an.

Ein Beispiel: Das Sommerfest

Stellen Sie sich vor, Sie wollen über das vergangene Sommerfest ihrer Firma schreiben. In diesem Kontext wäre der erste Schritt ein gelungener Einstieg. Betrachten wir folgendes Beispiel:

36 Grad, Gläser klirren, im Hintergrund ist Kinderlachen zu hören.

Können Sie sich die Szene gut vorstellen? Ja? Dann haben Sie gerade erlebt, was ein szenischer Einstieg leisten kann. Die Bedeutung wird nochmal besonders deutlich, wenn wir ihn mit einer nicht-szenischen Einleitung vergleichen. Dazu ein weiteres Beispiel:

Am vergangenen Wochenende kamen wir zusammen, um unser alljährliches Sommerfest zu feiern. Bei bestem Sommerwetter waren auch die Familien unserer Kollegen und Kolleginnen mit eingeladen.

Welcher Ansatz wirkt stärker? Richtig, der Erste.

Und warum? Weil er direkt in die Handlung einsteigt. Diese Form weckt Neugier, da die Leserschaft erfahren möchte, in welche Szene sie da gerade hineingefallen ist.

Die zweite Variante hingegen bleibt vergleichsweise langweilig – das Publikum liest den Anfang und ahnt, was als Nächstes kommt.

Hier wird nochmal deutlich, welchen Mehrwert Storytelling mit sich bringt: gesteigertes Interesse, Spannung, Neugierde. Oder in anderen Worten: höhere Leserzahlen.

Nun haben wir herausgefunden, was Storytelling ist, was es für Nutzen bietet und wie man es am besten umsetzt. Als nächstes schauen wir uns an, was Storytelling im konkreten Fall der internen Kommunikation leisten kann.

Nutzen des Storytellings in der internen Kommunikation

Die primäre Herausforderung der internen Kommunikation liegt in der Schaffung eines Zugehörigkeitsgefühls zwischen den MitarbeiterInnen und dem Unternehmen. Hier setzt das Storytelling an: Lebendige Geschichten ermöglichen es den Mitarbeitenden, in die Unternehmenskultur einzutauchen, Werte zu verinnerlichen und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln.

Dieser Effekt kann in ganz unterschiedlichen Formen Ausdruck finden. Ein Beispiel dafür wäre die Unterstützung bei Veränderungsprozessen im Unternehmen – hier kann das Storytelling dazu beitragen, Widerstände abzubauen und Verständnis zu fördern. Gut erzählte Texte, in diesem Fall können das Anleitungen oder Leitfäden sein, machen komplexe Konzepte greifbar und verständlich, was die Bereitschaft der Mitarbeitenden zur Akzeptanz und Umsetzung von Veränderungen erhöht.

Denken wir auch an die sozialen Facetten: Storytelling fördert das Teambuilding und schafft eine Atmosphäre der Zusammengehörigkeit. Geschichten über gemeinsame Erfahrungen, Erfolge oder Herausforderungen stärken das Wir-Gefühl und steigern die Motivation. Das Teilen von Geschichten bietet zudem einen Raum, in dem MitarbeiterInnen sich offen austauschen und von den Erlebnissen anderer lernen können.

In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Informationen im Überfluss vorhanden sind, wird die Kunst des Storytellings zu einem unersetzlichen Werkzeug. Geschichten bleiben im Gedächtnis haften, sie inspirieren, motivieren und schaffen eine tiefere Verbindung zwischen dem Unternehmen und seinen Angestellten.

Zusammenfassend: Storytelling is key!

Wir haben nun viel über die Kunst des Storytellings erfahren: die Bedeutung, die Funktionsweise und die Möglichkeiten in der internen Kommunikation. Nun liegt es an Ihnen, das Erlernte anzuwenden und Ihren nächsten Artikel in Form einer Geschichte zu präsentieren.

Und selbst wenn Sie sich bisher nicht als GeschichtenerzählerIn gesehen haben, bietet Ihnen das Konzept des Storytellings eine wertvolle Gelegenheit, Ihre Kommunikation auf eine neue Ebene zu heben. Erinnern Sie sich daran, dass Geschichten nicht immer epische Märchen sein müssen – sie können auch im Alltag, in der Unternehmenswelt und in der internen Kommunikation eine bedeutende Rolle spielen.

Also nichts wie ran an die Tasten. Wir wĂĽnschen Ihnen viel SpaĂź!

FAQ


Was ist Storytelling? 

Storytelling ist die Kunst, Geschichten zu erzählen. Es handelt sich dabei um eine Form der Kommunikation, die Informationen, Ideen und Emotionen teilt und seit Jahrhunderten genutzt wird.

Wie kann ich Storytelling in der internen Kommunikation nutzen? 

Nutzen Sie Geschichten, um komplexe Informationen greifbar zu machen, emotionale Verbindungen zu schaffen und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Mitarbeitenden zu stärken.

Welche Vorteile bietet Storytelling in der internen Kommunikation? 

Storytelling kann Widerstände abbauen, Verständnis fördern, das Teambuilding stärken und eine tiefere Verbindung zwischen den Menschen und dem Unternehmen schaffen.

Kann Storytelling auch im Marketing genutzt werden?

Ja, Storytelling ist ein äuĂźerst effektives Werkzeug - und zwar nicht nur in der internen Kommunikation, sondern auch im Marketing. Durch das Erzählen fesselnder Geschichten können Marken auf emotionale Weise präsentiert werden, was dazu beiträgt, tiefere Verbindungen zu den Kunden herzustellen. Spannende und gut erzählte Geschichten können die Identität und Werte einer Marke verdeutlichen, was die Kundenbindung stärkt und die Markenloyalität erhöht. Durch Storytelling können Marketing-Kampagnen lebendiger und einprägsamer gestaltet werden, was letztlich zu einem höheren Engagement und einer stärkeren Kundenbindung fĂĽhrt.


Thessa Marie Richter · August 2023
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